Hybris und Mesotes, Mozarteum
Das Werk "Hybris und Mesotes" des jungen Komponisten Stephan Maria Karl wurde am 11.3.2009 von der Jungen Salzburger Philharmonie im Großen Saal des Mozarteums uraufgeführt. In dieser Komposition für Orchester, Gongs und Klangschalen durfte ich im zweiten Satz als Solist die Gongs und Klangschalen zu Texten des Nobelpreisträgers Leopold Kohr spielen.
Diese hatten das immer aktuelle Thema, die Welt vom Untergehen befreien: Wohin führt Maßlosigkeit (Hybris) und wie kann man sie aufhalten? Nur wenn der Mensch in seiner Mitte (Mesotes) bleibt, nicht dem Größen- und Wachtstumswahn der Moderne verfällt, bleibt uns Chaos erspart.
Es war eine Herausforderung, mich mit "nicht gestimmten" Klanginstrumenten wie Gongs und Klangschalen in das Symphonierorchester einzufügen und das ohne musikalische Ausbildung. Ebenso war es sehr aufregend, vor tausend Leuten zu spielen und mich erstmalig mit dem Verstärken von Klangschalen und der Beschallung eines so großen Saales zu beschäftigen. Nichtsdestotrotz wurde die Aufführung ein Erfolg, der nach Fortsetzung solcher und ähnlicher Experimente verlangt.
(Stephan Maria Karl - Komponist, Elisabeth Fuchs - Dirigentin, Peter Triendl - Solist, Wolfgang Danzmayr - Sprecher)
Livemitschnitt "Mesotes"
MP3 Audiodatei, 16:28 min Länge, 15MB


